Landungsbrücken – Sittin´ on the Dock of the Bay.

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Landungsbrücken – Sittin´ on the Dock of the Bay.

Wie schnell die Zeit vergeht. Es ist noch gar nicht lange her, da saßest Du oben. Über den Landungsbrücken. Am Hang unter dem Kastanienbaum. Die ganze Welt zu deinen Füssen. In einer Szene, wie in einem Otis Redding-Song.

Es waren Marx, Freud, Lacan, die die Untertitel für das Schauspiel lieferten, dass unter dir täglich seinen Gang ging. Die Bühne: Ein Panaromabild – 180˚ Grad. Von Ost nach West: Katharinenkirche, Kaispeicher A, Dampferanleger Schaarhörn, Blohm und Voss Docks, Bubendey-Kräne, Fischmarkt mit Hafenmühle.

Das Tor zur Welt war offen. Weit, ohne Grenze, wie der blaue Himmel über dir. An dem, ganz unbedarft und ohne Makel, die Sonne nicht an ihrem Glanz sparte. Es waren klare Tage. Heiße Tage. Jene, an denen der Duft von schmelzendem Asphalt, angelandetem Fisch und Urin aus allen Ecken aufsteigt und die Stadt in eine seicht prickelnde Stimmung versetzt.

Die Stadt fühlte sich exotisch an. Fremd. Und doch war sie heimlich und vertraut. Sie war so, wie du sie wolltest. Ein bisschen San Francisco, ein bisschen Lissabon. Ein bisschen, wie die große weite Welt. So fühlte es sich an. So fühltest du dich an.

Alexander Kunz

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